VW Polo 6N vorderer Sicherheitsgurt inkl. Gurtstraffer wechseln

Hier mal ne Anleitung wie man den vorderen Sicherheitsgurt bei einem Polo 6N wechselt.

Der neue Sicherheitsgurt:
VW Polo 6N Gurtstraffer, Sicherheitsgurt
Der Gurt ist samt Gurtstraffer (der lange “Kamin”) eine komplette Baugruppe. Da der Gurtstraffer nicht wie z.B. der Airbag elektrisch mit dem Fahrzeug verbunden ist, kann man die Batterie normal im Auto lassen.

  • Als erstes die Rücksitzbank umklappen und die zwei kleinen Plastikmuttern der Seitenverkleidung (unten im Bild) von Hand sowie den Einrastpunkt für die Rückenlehne (oben im Bild) mit einem Inbusschlüssel lösen.
    VW Polo 6N Verkleidung Rückenlehne Gurtstraffer Sicherheitsgurt Gurt
  • Um die Verkleidung leichter demontieren zu können, wird die Halterung für die Hutablage im Kofferraum demontiert. Diese ist mit zwei T20 Torxschrauben befestigt:
    VW Polo 6N Hutablage Kofferraumverkleidung Sicherheitsgurt Gurt Continue reading VW Polo 6N vorderer Sicherheitsgurt inkl. Gurtstraffer wechseln

Semesterprojekt an der HS Furtwangen in der Fakultät Informatik

Android Semesterprojekt HS Furtwangen Computer NetworkingUm etwas Werbung für die Hochschule und den Studiengang Computer Networking zu machen ein kleiner Post über unser Semesterprojekt im letzen Semester, welches sogar im Südkurier erwähnt wurde (print+web).
Am Ende des Semesters findet zumindest in der Fakultät Informatik an einem Vormittag eine Art “Messe” statt, bei der alle Studierenden ihre Semesterprojekte vorstellen. Bei diesen Veranstaltungen erscheint meistens ein oder mehrere Pressevertreter, welche die Projekte anschauen, die Studierenden interviewen und Bilder schießen. Semesterprojekte laufen i.d.R. in Zusammenarbeit mit einer Firma ab, meistens mit ca. 3-6 Teammitgliedern und dauern über das gesamte Semester.
Der Südkurier hat den kleinen Bericht sogar auf seiner Website veröffentlicht: http://www.suedkurier.de/regiblablub (mit Bild von Team Android :mrgreen:)
Inhaltlich ist der Artikel ziemlich falsch. Der Artikelautor hat ein paar features von Projekten zusammengemixt 🙄 .
Unser Projekt fand in Zusammenarbeit mit XS embedded aus Villingen statt, welche die nötigen Entwicklerboards/Touchmonitore usw. gestellt haben und als Auftraggeber fungierten. Das Team bestand aus Fabian, Kamill, Katharina, Nils und mir.
Die Aufgabe war eine Portierung des quelloffenen mobilen Betriebssystems Android auf die Entwicklerboards (zu Projektbeginn Beagleboards, später dann die wesentlich leistungsstärkeren Pandaboards, beide mit ARM-Prozessoren von Texas Instruments). Die Portierung wurde von Katharina und Nils vorgenommen. Außerdem war noch die Entwicklung von Android-Demo-Apps mit automotive Bezug gefordert, was von Fabian, Kamil und mir übernommen wurde. Hierbei wurde dann ein BCAS (Board Control Advisory System), also ein aufgebohrter Bordcomputer mit 3D-Animation! (von Kamill) und ein elektronisches Fahrtenbuch (von Fabian und mir) entwickelt. Betreuender Professor war Prof. Dr. Lothar Piepmeyer.
Hier gibt es noch die Bildergalerien der Hochschule zum online anschauen: Nummer 1 und Nummer 2. Da erkennt man recht gut, was die anderen Teams für Projekte hatten.
Die Fakultät Informatik hat auch noch ein Artikel dazu geschrieben: Bericht der Fakultät Informatik Dort kann man auch die komplette List der Projekte einsehen.

Car-Hifi im Seat Leon 1M: Türdämmung und Einbau von Tiefmitteltönern TMT

In diesem Beitrag werde ich erklären, wie bei einem Seat Leon 1M die Vordertüren gedämmt werden.  Außerdem werde ich erklären wie spezielle Halter für die stabile Montage von 16,5cm Tiefmitteltöner gebaut werden können. Ganz dem Hifi-Grundgedanken folgend ist das Ziel eine möglichst unverfälschte Wiedergabe von Musik zu erreichen.
Das Vorwort und die Grundproblematik kopiere ich schamlos aus einem meiner früheren Beiträge, in welchem ich die Türdämmung bei meinem alten Golf 3 beschreibe.

Vorwort

Viele Leute denken überspitzt ausgedrückt, dass Carhifi daraus besteht, sich eine mit LEDs beleuchtete Basskiste aus dem Blödmarkt in den Kofferraum zu schmeißen und mit wummernden Bässen durch die 30er Zone zu fahren. –> Alles falsch.
Will man sich eine ordentliche Hifianlage in sein Auto zimmern, beginnt man mit den Lautsprechern vorne. Auf keinen Fall hinten! Die sogenannten Heckablagensysteme, sind ein Relikt aus den 80er Jahren, als die Türverkleidungen noch zu instabil waren, um Lautsprecher zu tragen. Musik kommt von vorne – bei einem Konzert stellt man sich ja nie mit dem Rücken zur Band, oder? Zudem werden die Heckablagen bei einem Unfall gerne mal zum tödlichen Geschoss und zertrümmern den Insassen den Schädel. Bild gefällig?
Crash (Kleine Preisfrage: Wer von euch erkennt, um welches Auto und Sondermodell es sich hier handelt?)

Grundproblematik

Bei den meisten Autos, u.a. auch bei meinem ehemaligen Golf, sind die Tiefmitteltöner einfach nur in die Türverkleidung eingeschraubt. (Anm. des Autors: Beim Seat Leon ist dies ab Werk besser gelöst, da die Lautsprecher mit einem Plastikhalter direkt auf den Aggregateträger montiert sind.) Will man Musik hören, gibt man ein elektrisches Signal auf die Lautsprecher, welches durch dessen Spulen läuft und dort ein Magnetfeld erzeugt. Die Spulen sind schwingend aufgehängt und mit der Membran des Lautsprechers verbunden. Durch das erzeugte Magnetfeld werden sie von den Magneten des Lautsprechers abgestoßen – dadurch bewegt sich die Membran des Lautsprechers, bewegt die Luft und erzeugt damit Schallwellen.
Man will also, dass sich die Membran bewegt und sonst nichts anderes. Aus diesem Grund sind im Homehifibereich die Lautsprecher auch in Holzgehäusen verbaut, Gehäuse aus Plastik im unteren Preissegment klingen u.a. deshalb schlechter, da sie weniger steif sind und mitschwingen.
Bei einer ungedämmten Tür, wird nicht nur die Lautsprechermembran in Bewegung versetzt, sondern zusätzlich noch die Türverkleidung, das Außenblech und alles was sonst noch an der Tür verbaut ist. Alles zusammen wirkt dann wie eine große Zusatzmembran und erzeugt Störgeräusche (Klappern).[1] Hinzu kommt, dass der Lautsprecher fast ohne Gehäuse spielt, da die Türverkleidung nicht dicht ist. Die Energie, die man zur Erzeugung des Schalls in den Lautsprecher geleitet hat, verpufft so in den Innereien des Autos.[2]
Ziel einer Türdämmung ist es, das Mitschwingen von allem anderen zu unterbinden und den Lautsprecher möglichst in ein geschlossenes Volumen (vgl. Lautsprecher in einem geschlossenen Holzgehäuse) spielen zu lassen. Eine völlig dichte Tür wird man nie erreichen können, da z.B. noch die Fenster eingebaut sind welche nicht ganz dicht sind, außerdem sind noch Wasserabflüsse in der Tür, welche man tunlichst nicht verschließen sollte.

Benötigtes Werkzeug und Material

  • pro Tür ca. 1,5m Aluminium U-Profil aus dem Baumarkt
  • Karosseriekleber
  • Bausilikon
  • pro Tür ca. 1,5m² Alubutyl
  • pro Tür ca. 0,5m² geschlossenzelliger Schaumstoff (Reimo X-trem)
  • eine Dose Pattex Classic
  • Glasfaserspachtel
  • 21mm MPX Birke (Sperrholz) 37cm*37cm für vier MPX-Ringe
  • 12mm MPX Birke (Sperrholz) 18,5cm*18,5cm für einen MPX-Ring
  • Einige M5-Schrauben (genau Maße stehen im betreffenden Abschnitt)
  • Spax-Schrauben
  • Eine Tapezierrolle
  • Stichsäge
  • (Stand-)Bohrmaschine
  • Heißluftföhn
  • viel Zeit und Geduld (das hier beschriebene ist nicht an einem Mittag erledigt und hat sich beispielsweise bei mir aus Zeitmangel über mehr als ein halbes Jahr hingezogen 😐 )

Schritt 1: Demontage der Türverkleidungen und des Aggregateträgers

Die Demontage der Türverkleidung und des Aggregateträgers habe ich in einem früheren Blogeintrag bereits beschrieben.
Hinweis: Das Türschloss ist ohne den Aggregateträger montierbar. Es ist also möglich, längere Zeit mit “offener” Türe herum zu fahren. Man sollte nur gutes Klebeband zum Festkleben der Scheibe verwenden.  Meines war so gut, dass ich nach ein paar Wochen mit Spiritus, Verdünnung und Superbleifrei die Klebereste von der Scheibe entfernen musste. 😀

Schritt 1: Türe säubern

Nachdem die Türverkleidung samt Aggregateträger demontiert ist, kann es mit der Säuberung der Türe los gehen. Ab Werk ist die Türe im unteren Bereich mit Wachs ausgespritzt und es sind zur Schalldämmung Bitumenmatten verklebt. Da das Wachs durch Alubutyl “ersetzt” wird und die Bitumenmatte den Effekt von Alubutyl verschlechtert muss beides entfernt werden.

Um die Bitumenmatte aus der Türe zu entfernen wird ein Heißluftföhn benötigt. Mit diesem wird die Bitumenmatte immer stückweise erhitzt, da sie sich so leicht mit einem alten Eiskratzer, einer Spachtel o.ä. entfernen lässt. Mit dem Heißluftföhn sollte man nicht zu lange auf eine Stelle blasen, da der Lack auf der Türaußenseite sonst Schaden nehmen könnte.

Das Wachs sollte nur dort entfernt werden, wo später wirklich Alubutyl aufgeklebt wird. Das Gröbste des Wachses kann man mit einem weichen Plastikrakel o.ä. abkratzen – den Rest dann einem Reinigungsmittel eurer Wahl. Ich habe so ziemlich alle Reiniger und Mittel ausprobiert, welche ich finden konnte am Besten hat letztendlich Superbenzin funktioniert. Trotzdem noch eine heiden Arbeit.

Wichtig: Am Schluss alles mit Aceton entfetten, damit die nachfolgenden Schichten halten.
Seat Leon 1M Offene Tuer Tür mit Bitumenmatte und Wachs Heißluftföhn und Spachtel Teilweise entfernte Bitumenmatte

Schritt 2: Aluprofile einkleben

Um dem Türblech zusätzlich Stabilität zu verleihen werden nun Aluprofile in die Türe geklebt. Continue reading Car-Hifi im Seat Leon 1M: Türdämmung und Einbau von Tiefmitteltönern TMT